IOT UND BIG DATA IM BAHNWESEN – KONGRESS AM 26. MAI 2021

Written on 22.02.2021
Hermann F. Schmidtendorf


„Der richtige Einsatz von Big Data im Bahnwesen bringt exponentielle Belohnung!“ erklärte Daniel MacGregor, der Co-Founder von Nexxiot, auf einem virtuellen Workshop zu diesem Thema.

Veranstalter war die Event-Organisation Rotaia Media mit dem Managing Director Ben Holliday. Am 26. und 27. Mai 2021 werden dieselben Organisatoren erneut eine hochkarätig besetzte Fachkonferenz zu „The Rise of IoT and Big Data in Rail“ ausrichten. Registrierung über: ben.holliday@rotaiamedia.com,Informationen gibt es auf der Webseite:  https://iotandbigdatainrail.com/

Auf dem Webinar am 18. Februar 2021 zeigte Ben Holliday, wie vielfältig sich Big Data und Internet der Dinge im Bahnwesen gestalten. Roland Moser, Chief Technology Officer bei SBB Infrastruktur, nannte als eine der Chancen des IoT die Beleuchtungssteuerung für 135.000 Beleuchtungspunkte, um Energieeinsparungen zu erzielen und die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern. Dabei wurde die Beleuchtung unter anderem an die realen Bedürfnisse des Verkehrsaufkommens angepasst, es wurden Ersparnisse um 15 Prozent erzielt. Bei der Überwachung von temporären Baustellen-Weichen wurde die zeitaufwändige manuelle, mit Gefahren für Mensch und Material sowie Unsicherheiten behaftete Bedienung durch digitale Protokolle der sogenannten LoRA-Allianz abgelöst.

Stefan Leistner von DB Netz erklärte, wie in der Infrastruktur seines Unternehmens fristbezogene Untersuchungen durch solche abgelöst werden, welche Drohneninspektionen indizieren. Das ermöglicht deutliche Einsparungen ohne Sicherheitsverlust. Allerdings müssen die Vorschriften eine solche Vorgehensweise erlauben. Erfreulich:
„Im Jahr 2020 haben wir durch solche Maßnahmen die Anzahl der Störungen um 20.000 verringert, davon jeweils etwa 5000, die durch Bahnübergänge und Weichen verursacht wurden.“

Beeindruckend war, wie zielstrebig sich der niederländische Verwalter der Bahninfrastruktur ProRail zu einem „datadriven railway operator“ entwickelt. Thymo van den Brug legte dar, wie ein ganzheitliches Asset Management-Informationssystem aufgebaut wird, in dem die verschiedensten digitalen Daten nicht nur auflaufen, sondern auch integral genutzt werden können (siehe Schaubild).

Interessant wird es auch auf dem Kongress am 26. und 27. Mai. „Wir hatten gehofft, dass dieser Kongress live stattfinden kann“, erklärte Ben Holliday gegenüber bahn manager. „Am Ende hängt das jedoch auch von den interessierten Unternehmen ab. Es scheint wegen der Pandemie auch für Mai bei einer nennenswerten Anzahl von Firmen ein Dienstreiseverbot für Führungskräfte zu geben. Daher wollen wir zumindest mit einer virtuellen Konferenz  die Chance bieten, dass sich der Sektor trotz allem austauschen kann.“

Für die Bedeutung des Mai-Kongresses spricht, dass sich an den Debatten Vertreter verschiedener internationaler Eisenbahnen beteiligen werden –  unter ihnen Marc Valette, der Director of Innovation and Continuous Improvement bei CFL, Mikko Alanko, der Vice President Of Digital Services bei VR Maintenance, Mohammed-Simoh Labdoui, Data/IoT Platform Manager der SNCF, Jude Carey, Head of Asset Management von Irish Rail, Ignacio Oliver, Director of the Network Circulation Systems Service bei Transports Metropolitans de Barcelona sowie Remigijus Skirkus, Director of Diagnostic Department der Litauischen Eisenbahnen. bahn manager ist wieder Medienpartner.